Herz-Themen
Hier findest Du meine Stunden-Themen für 2026, die mir besonders am Herzen liegen….
2. März 2026 – Chit Ananda
Am Dienstag, den 3. März 2026 ist wieder Vollmond – auch „Wurmmond“ genannt. Der 3. Vollmond im Jahreskreis – mit dem der Frühling nun langsam zurückkehrt. Wir wollen diese Energie nutzen – wenn die Natur nun nach dem langen kalten Winter wieder freudvoll erwacht – um in unsere eigene Kraft und Freude zu stabilisieren und zu ankern.
Chit ist das Bewusstsein, das SELBST, deine Essenz – der Ort, wo du dir am nächsten bist.
Ananda ist die Freude und die Glückseligkeit – sie ist eine innere Erfahrung.
Ananda ist dieses innere Konzept, erfahrbar zu machen, dass wir eine innewohnende Freude in uns tragen. Eine stille Freude, die keinen Impuls von außen braucht, die aus sich selbst heraus entsteht. Ananda ist der schöpferische, kreative Ausdruck deines SELBST.
Je mehr wir in Chit (dem SELBST) eintauchen, uns nach innen wenden, desto mehr können wir den freudvollen Ausdruck im Leben finden, aus einer lebensbejahenden inneren Haltung heraus handeln.
Die heutige Praxis unterstützt dich, einen Zustand der inneren Zufriedenheit, einer positiven Einstellung zum Leben und der Freude zu kreieren.
23. Februar 2026 – Die Samskaras
Zitat Jack Kornfield:
„Erst wenn man seine Lebensgeschichte mit allen daran geknüpften Hoffnungen und Ängsten loslässt, und allen vergangenen Kummer, kann der Geist zur Ruhe kommen und das Herz sich öffnen.“
Dieses Zitat von Jack Kornfield erinnert uns in der Yogaphilosopie an „Samskaras“ – den Verhüllungen, den Schleiern, den Hindernissen, die uns auf dem Weg zu innerer Freiheit, innerem Frieden und Glückseligkeit hindern.
Samskaras sind wie Spurrillen, die sich aus vergangenen Erfahrungen, Erlebnissen, Erinnerungen in unseren Geist „eingebrannt“ haben. Es sind Gewohnheitsmuster, Prägungen, aus denen heraus wir handeln und funktionieren. So gibt es negative aber auch positive Samskaras.
Meistens identifizieren wir uns im Alltag mit den negativen Spuren unseres Geistes. Diese engen uns ein, halten uns klein und lassen uns immer wieder gleich reagieren. Wie eine Schallplatte, auf deren die eingeprägten Lieder immer und immer wieder abgespielt werden. Wo wir glauben, bewusst wahrzunehmen, zu denken, zu entscheiden und zu handeln ist es tatsächlich oft so, dass Programme sich abspielen – und unser Handeln auf subtile Weise beeinflusst wird, anstatt das Bewusstheit zugegen wäre. Wir verkleben, verstricken uns, identifizieren uns mit diesen Gedanken, so dass wir glauben, wir sind diese Gedanken, diese Gedanken sind die Realität. Aber das ist nicht die absolute Wahrheit und somit erzeugen diese Identifikationen in uns oft Unwohlsein, Schmerz, Traurigkeit.
Die Yogapraxis unterstützt uns dabei, bewusster wahrzunehmen und in diesem bewussten Moment diese negativen Samskaras zu unterbrechen und umzuprogrammieren, und somit angemessen und sinnvoll zu handeln. Ohne uns und anderen mit unserer Reaktion zu schaden. Das schenkt uns innere Freiheit, Zufriedenheit und Glückseligkeit.
9. Februar 2026 – Die 5 Vayus
In den letzten Tagen haben wir bereits die Energie des bevorstehenden Frühlings in der Natur gespürt. Der Begriff Energie ist im Yoga ein sehr wichtiger Aspekt – denn Energie ist Prana. Prana ist die Lebenskraft / Lebensenergie in unserem Körper, sie durchdringt und pulsiert in jeder Zelle und erfüllt so unseren Körper mit Leben. Wenn wir von Prana sprechen wenden wir uns dem feinstofflichen Körper zu.
Die Art und Weise, wie sich die Lebenskraft (Prana) in unserem Körper verhält, steuern die
5 Vayus, übersetzt als „die 5 Winde des Prana“.
Alle Vayus zirkulieren und durchströmen den gesamten Körper und sind somit im ganzen Körper wirksam.
Wir können über die Bewegungsdynamik der Vayus unseren Energiehaushalt unterstützen und damit unseren physischen Körper stärken, harmonisieren und Ausgleich schaffen.
Durch die Arbeit mit den Vayus wird unsere Yoga-Praxis subtiler, feiner. Mit Ihnen wird Yoga zu einer lebendigen Verbindung zwischen dem physischen Körper und dem Energiekörper.
Apana-Vayu
Kraft, die abgibt, also Ausatem, Ausscheiden auf körperlicher Ebene, Loslassen auf mentaler Ebene
Sitz im Beckenboden – (Erdung / Stabilisierung in Standhaltungen)
Samana-Vayu
Kraft in der Körpermitte – verdauen von Nahrung aber auch von Informationen und Emotionen – bringt uns ins Gleichgewicht
Sitz in der Nabelregion – (z. B. Twists und Core-Übungen)
Prana-Vayu
Kraft, die aufnimmt, also Einatem. Nahrungsaufnahme, Aufnehmen von Eindrücken, Emotionen, Wahrnehmungen – Prana Vayu regiert alle inneren Bewegungen
Sitz ist das Herz (z. B. Rückbeugen)
Udana-Vayu
Kanalisiert Prana auf dem Weg von unten nach oben und sitzt im Kehlraum – Kraft der Kommunikation, Ausdruck durch Sprache – steht auch für unser spirituelles Wachstum
Sitz im Kehlraum (z. B. Umkehrhaltungen und Armbalancen)
Vyana-Vayu
Verbindet alle Vayus miteinander und gleicht aus (Nerven- und Hormonsystem)
Ausgehend vom Herzzentrum bewegt es sich über den ganzen Körper.
z. B. Sonnengruß, Herabschauender Hund, Rückbeugen
2. Februar 2026 – Kraft, Licht und Stille (Imbolc)
Am Sonntag war der 2. Vollmond (Schneemond) im Jahr 2026 und wir feiern das erste Jahreskreisfest:
Imbolc (Lichtmess – Ende der Weihnachtszeit)
Es ist das 1. Fest der 3 Frühlingsfeste und ein Mondfest. Der Februar ist die Zeit zwischen Winterruhe und Neubeginn – in der Natur, wie in uns selbst. Dieser Wandel geschieht nicht abrupt – sondern leise, sanft und beständig, wie eine zarte innere Flamme.
Yoga unterstützt uns, diese Flamme, dieses innere Leuchten zu nähren: mit bewusstem Atem und einer Praxis, die zwischen Kraft und Stille Harmonie schafft.
So wie der weiße Schnee noch still die Erde bedeckt, und doch im Inneren bereits die ersten Kräfte der Samen und Wurzeln in Bewegung kommen.
Die Praxis heute gibt Dir Raum für das was ist und was in dir entstehen möchte.
Wir schaffen Balance zwischen Kraft, Licht und Stille.
26. Januar 2026 – Spanda
In dieser Praxis geht es um das pulsierende Prinzip von Spanda. Spanda erfüllt das gesamte Leben mit Puls, mit einer Lebendigkeit, letztendlich ist Spanda die Bewegung des Universums. Übersetzt bedeutet Spanda „Schwingung“.
Alles ist Vibration, Pulsieren, Schwingung. Diese Schwingung des Lebens vollzieht sich in einem ewigen, wellenförmigen Rhythmus von Expansion und Kontraktion, von Licht und Dunkelheit. In der Regel erleben wir den Prozess der Ausdehnung als angenehm. Wir spüren Leichtigkeit, erfahren Fülle. Die Sonne strahlt uns regelrecht ins Gesicht. Dagegen erleben wir die Kontraktion eher als Krise oder Rückschlag.
Dieses Schwingen dieser vermeintlichen Gegensätze kreiert letztendlich Harmonie – Balance und gehört zu einer Ganzheit – einer Einheit – wie die zwei Seiten einer Medaille.
Das Konzept von Spanda in unser Leben zu integrieren bedeutet die Fähigkeit, uns von der Welle des Lebens tragen zu lassen, statt verbissen gegen sie anzurudern.
Um dieses Prinzip erfahrbar zu machen, können wir uns bewusst mit dem Atem verbinden. Im Anusara Yoga nutzen wir in der Praxis die muskuläre Energie (zieht von der Peripherie zur Mitte – stabilisierend) und die organische Energie (dehnt sich von der Mitte aus in die Peripherie).
19. Januar 2026 – Sankalpa
Wir brauchen eine Praxis, die Verbindung mit dem Herzen – dem eigenen inneren SELBST schafft.
Dieser innere Anker hilft uns, dem Weg unseres Herzens zu folgen.
San – Verbindung zur höchsten Wahrheit
Kalpa – Versprechen
Diese Verbindung zum Herzen ist die Basis, um in Verbindung mit unserer inneren Quelle – unserer höchsten Wahrheit zu finden. Es ist das Versprechen, deine höchste Wahrheit zu leben. Sankalpa reflektiert deine Herzens-Intention (Absicht). Wie ein innerer Kompass, der aus dir selbst entsteht, der dich führt, und der dir letztendlich so ein sinnvolles und bedeutsames Leben ermöglicht, weil du eben aus dieser inneren Verbindung heraus handelst.
Dein Sankalpa ist wie ein Samenkorn, das du in die Erde legst – im Vertrauen, dass es zur rechten Zeit aufgeht.
12. Januar 2026 – Sattva
Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres – es öffnet sich ein neuer Raum – eine Einladung, uns neu auszurichten.
Dieses Jahr steht für eine Zeit des Wandels, des Umbruchs, eine Zeit für Dynamik und Kraft.
2026 lädt uns ein, klarer zu werden.
Sattva bedeutet Reinheit oder Klarheit und ist eine Eigenschaft, nach der jeder Yoga-Praktizierende strebt.
Die Yogapraxis unterstützt uns, klarer im Geist zu werden, alle Schleier (Samskaras – Fahrrillen unseres Lebens – Erfahrungen, Erlebnisse) zu lösen um zu unserem klaren, wahren Wesenskern zurückzufinden.
Das abgeben, was zu schwer geworden ist, was uns nicht mehr dient.
Die Klarheit in der bewussten Yoga-Praxis – in den Asanas – bringt uns auch zu einer mentalen Klarheit, bringt uns Kraft und eine gewisse Resilienz.
Wer in sich klar ist, dessen Licht strahlt hell auf dem Weg zum Ziel.
